DIE IDEE 'TRANSITION TOWN'

WAS SIND TRANSITION TOWNS UND WAS MEINT "TRANSITION"?

 

Transition meint den Wandel von einer ölabhängigen  Wachstumsgesellschaft zu einer zukunftsfähigen und am Menschen orientierten Lebensweise.

 

Transition Towns sind „Städte im Übergang, im Wandel“

 

Ausgehend von der Beobachtung, dass die nationale und internationale Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und des bevorstehenden globalen Ölfördermaximums (Peak Oil) reagiert und daher die Kommunen von sich aus mit ersten vorbereitenden Maßnahmen auf eine Zukunft knapper werdender Roh- und Treibstoffe reagieren müssen, initiieren Transition Towns vielfältige Projekte.

 

 

WAS PASSIERT IN EINER TRANSITION TOWN?

 

Die Transition‑Town Bewegung, 2006 von Rob Hopkins und anderen in England gegründet, plant den Übergang in eine nachhaltige Wirtschaft und Kultur.

 

Das Besondere der Transition‑Town‑Bewegung ist die Ermächtigung zu kreativem Mitgestalten und zu Bürgerbeteiligung, um gemeinschaftliche Antworten zu finden auf die Herausforderungen von Klimawandel, Überschreiten des Ölfördermaximums (Peak Oil), Wirtschaftskrisen und weiteren Fragen unserer Zeit.

Konkret heißt dies auch, vom Nebeneinander der vielen Bürger einer Stadt mit unterschiedlichsten Ansätze hin zu einem Miteinander.

 

ALLE ZUSAMMEN!!!

 

Die Transition Town-Bewegung ist eine Initiative von unten

- eine Graswurzelbewegung. Die Einbeziehung lokaler Politik erfolgt meist erst im fortgeschrittenen Stadium.

 

Konkrete Schritte sind z.B. die Stärkung der regionalen und lokalen Wirtschaft und der Nahrungsmittelversorgung, über Regionalwährungen hin zu reflektiertem Konsum. Dabei steht die Entwicklung von Widerstandsfähigkeit (Resilienzder jeweiligen Stadt im Vordergrund.

Resilienz dient als Leitgedanke in der Transition Arbeit sprich der Entwicklung und Durchführung von Projekten, welche zu zukunftsfähigen Lebensweisen führen sollen.

 

Nicht nur die eigene Lebensqualität zu erhöhen ist Ziel der Transition Town, sondern auch die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen im Hinblick darauf,

 

WAS!?!

 

wir den kommenden Generationen hinterlassen wollen. Darüber sollte sich jeder ganz bewusst Gedanken machen. Wir sind nur kurzweilige Nutzer der Erde, das gesamte Ökosystem soll aber noch viele, viele Generationen von Leben nähren.

 

INTERNATIONALE VERNETZUNG

 

Die Transition-Bewegung arbeitet nicht nur auf der lokalen und regionalen Ebene, sondern ist auf internationaler Ebene vernetzt. Sie ist Teil der globalen Zivilgesellschaft, der dritten gestaltenden Kraft neben Wirtschaft und Staat.

 

Die engagierte Zivilgesellschaft, die sich in Gruppen zusammenfindet, strebt den Dialog mit relevanten Institutionen und Organisationen im Bereich von Wirtschaft und Politik an. Das Ziel ist dabei, den Umbau der Gesellschaft in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben.

 

 

KULTURKRAFT

Der Transition‑Ansatz ist auch geprägt von der Entwicklung von Kulturkraft. Diese drückt sich in der Initiierung von vielfältigen Projekten aus, in denen ökologische Aspekte mit sozialen und kulturellen Werten verbunden werden.

 

 

THEMENFELDER

 

Ein Blick in die verschiedenen Themenfelder zeigt die große Bandbreite an Möglichkeiten in Transition Town Städten. Hier einige Bereiche in denen mit Projektarbeit etwas erreicht/auf den Weg gebracht werden kann:

 

     Erneuerbare Energien

     - fahrradfreundliche Stadt, Mitfahrbörse, einen Bürgerbus haben wir bereits :-)

       könnte aber noch erweitert werden, Carsharing 

     Permakultur

     - eine nachhaltige Form des ökologischen Anbaus (s.u.)

     Regionale Versorgung

     - CSA

     Garten 

     - Gärtnern in der Stadt, Gemeinschaftsgärten, Generationsgärten,

       'essbare Stadt' z.B. Andernach, Witzenhausen))

     Reskilling

      - Wiederentdecken alter Handwerksformen und -Fertigkeiten

     Gesundheit

     - Aufbau von Hilfe-Netzwerken (Allgemeinmedizin, Chiropraktik, alternative    

       Medizin)

     Bildung und Erziehung

     - Kinderbetreuung, Altenbetreuung, Workshops

     Regionale Wirtschaftskreisläufe 

     - z.B. auch durch Regionalwährung, Tauschbörsen

     Tiefenökologie

     Bauen und Wohnen

     - z.B. Mehrgenerationenwohnen

 

 

Permakultur

Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, ähnlich effizient und resilierend (~unverwüstlich) und unabhängig zu funktionieren - wie natürliche Ökosysteme.

 

 

Transition-Town-Initiativen in Deutschland

In Deutschland gibt es immer mehr Initiativen, die sich in der Gründungsphase befinden und auch bereits einige offizielle Transition Town Städte.

Wer sich einen Überblick über z.Zt. bestehende Initiativen verschaffen möchte, findet unter www.transition-initiativen.de (soziale Online-Plattform zur Vernetzung aller deutschen, österreichischen und Schweizer Transition-Initiativen) eine Liste aller Städte im WandelDurch das soziale Vernetzungsportal kann man zu  bestehenden Initiativen Kontakt aufnehmen.

 

Städte im Wandel in unserer unmittelbaren Nähe sind u.a. Bielefeld, Kassel, Göttingen, Witzenhausen, Marburg, Hannover und Hameln.

 

  

Quelle und Literaturempfehlung:

Das Energiewende‑Handbuch von Rob Hopkins, dem Mitbegründer der Transition Town‑Bewegung. Es bietet vielfältige Informationen und Hintergründe und insbesondere viele Tipps und Anleitungen, was man als Transition Town alles machen kann.

 

Rob Hopkins: Energiewende: das Handbuch.

Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2008,ISBN 978-3-86150-882-3.

 

TIPP:

Auf Youtube gibt es inzwischen eine Vielzahl kleiner Filme über Transition Towns. Diese Videos zeigen sehr gut, was alles möglich ist, wenn die Bürger einer Stadt gemeinsame Visionen formulieren.

 

TERMINE

Nächster Film:

Zeit für Utopien

Di 19.6.18 um 19:30 Ur 

im Cineplex

Demnächst: 

Die grüne Lüge

16.5.18 um 19:30Uhr

27.3. um 19:30 Uhr

im Cineplex Warburg

"Weit"

 

Am 6. 2. 2018 um 19.30 Uhr

im Cineplex Warburg

Free Lunch Society

Free Lunch Society- der Film zum Grundeinkommen

Am Mi 6.12. 2017 um 19:30 in Kooperation mit

dem Cineplex Warburg:

ZEIT FÜR STILLE

mehr hier

Blütenvielfalt für Bienen und Wildbienen

Wie können wir etwas für Bienen und andere bestäubende Insekten in unserem Garten und auf dem Balkon tun?

Veranstaltung im Transition Garten  

Wiederholung Frühjahr 2018

mehr dazu hier:

"CODE OF SURVIVAL"

Mi 21. Juni um 19:30 Uhr

im Cineplex

"Bauer unser"

Mi. 17.5. um 19:30 Uhr im Cineplex

Als Gast Josef Jacobi vom Biohof Jacobi, Körbecke

"AWAKE"

Reise ins Erwachen

leider schon vorbei

 

"Hope for all"

Termin: Mi. 31.8.16

um 19:30 im Cineplex

mehr Infos hier

 

 

"Tomorrow"

Termin: 28. Juni 2016

um 19:30 im Cineplex

Infos hier

Erlebniskochen im Transition - Garten

leider schon vorbei

Rosen - heilkräftig und lecker

leider schon vorbei

Baum- und Obstgehölz-schnitt im Transition Garten

neuer Termin in Planung mehr